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Kommunikationstypen nach dem DISG-Modell
Einleitung
Kommunikation ist ein zentraler Bestandteil der Zusammenarbeit in Schule, Ausbildung und Beruf.
Unterschiedliche Menschen kommunizieren jedoch auf unterschiedliche Weise.
Um diese Unterschiede besser zu verstehen und einordnen zu können, eignet sich das DISG-Modell.
Das DISG-System beschreibt vier grundlegende Kommunikationstypen.
In der Praxis ist kaum ein Mensch einem Typ vollständig zuzuordnen, meist dominiert jedoch eine Ausprägung.
Das DISG-Modell im Ăśberblick
Das Akronym DISG steht fĂĽr:
D – Dominant
I – Initiativ
S – Stetig
G – Gewissenhaft
Jeder Typ weist typische Kommunikationsmuster, Stärken und mögliche Herausforderungen auf.
D – Dominanter Kommunikationstyp
Merkmale:
Typische Aussagen:
Stärken:
Durchsetzungsfähig
FĂĽhrungsstark
Handlungsorientiert
Herausforderungen:
Typische Einsatzbereiche:
FĂĽhrung
Projektleitung
Krisensituationen
I – Initiativer Kommunikationstyp
Merkmale:
Offen, kontaktfreudig, kreativ
Kommuniziert gerne und viel
Begeistert andere
Typische Aussagen:
„Das ist eine tolle Idee!“
„Lasst uns brainstormen.“
„Das probieren wir aus!“
Stärken:
Herausforderungen:
Typische Einsatzbereiche:
Präsentationen
Kundenkontakt
Ideensammlungen
S – Stetiger Kommunikationstyp
Merkmale:
Ruhig, geduldig, hilfsbereit
Team- und harmonieorientiert
Gute Zuhörer
Typische Aussagen:
„Wie geht es dem Team damit?“
„Ich unterstütze dabei.“
„Lasst uns das gemeinsam klären.“
Stärken:
Zuverlässig und loyal
Fördert Zusammenarbeit
Konfliktvermeidend
Herausforderungen:
Typische Einsatzbereiche:
Teamarbeit
Support
Koordination
G – Gewissenhafter Kommunikationstyp
Merkmale:
Sachlich, analytisch, strukturiert
Fakten- und datenorientiert
Legt Wert auf Genauigkeit
Typische Aussagen:
„Gibt es Zahlen dazu?“
„Laut Dokumentation…“
„Das sollten wir genau prüfen.“
Stärken:
Hohe Qualität
Analytisches Denken
Sorgfältige Planung
Herausforderungen:
Wirkt distanziert
Verliert sich in Details
Typische Einsatzbereiche:
Analyse
Dokumentation
Qualitätssicherung
Eigene Einordnung des Kommunikationstyps
Die eigene Kommunikation lässt sich häufig mehreren Typen zuordnen.
Beispielhafte Selbsteinschätzung:
BegrĂĽndung:
Bevorzugt sachliche, strukturierte Kommunikation
Trifft Entscheidungen auf Faktenbasis
Legt Wert auf ein ruhiges und respektvolles Miteinander
Hört zunächst zu und argumentiert anschließend begründet
Bedeutung des DISG-Modells im Berufsalltag
Das DISG-Modell hilft dabei:
Kommunikationsunterschiede zu verstehen
Missverständnisse zu vermeiden
Konflikte sachlich einzuordnen
Zusammenarbeit gezielt zu verbessern
Merksatz:
Das DISG-Modell bewertet nicht, welcher Typ besser ist, sondern erklärt, warum Menschen unterschiedlich kommunizieren.
Fazit
In Teams treffen meist verschiedene Kommunikationstypen aufeinander.
Erfolgreiche Zusammenarbeit entsteht, wenn diese Unterschiede erkannt, akzeptiert und sinnvoll genutzt werden.